Technik

Die vorhandene Latenz in VR-Systemen ist eine der wichtigsten Probleme in Virtual Reality.  Eine hohe Latenz führt unter anderem dazu, dass Immersion verloren geht, weil der Benutzer das Resultat seiner Interaktionen nur verzögert sieht, folglich wirkt es für ihn nicht mehr real. Ausserdem führt sie zu sogenannter VR-Sickness (übelkeitsähnliche Symptome).

Die Latenz eines VR-Systems ist dabei von vielen Faktoren abhängig (siehe VR-Headsets). Zwar konnte Sie bei heutigen Systemen gegenüber früher bereits deutlich reduziert werden, aber es bedarf einiger Anforderungen und Tricks. Die Folgen davon sind, dass teurere, High-End-Hardware installiert sein stehen muss oder bei tiefer Bildrate zur Überbrückung spezielle „Zwischenframes“ berechnet werden müssen, etc. – die Verringerung der Latenz ist daher ein Thema in VR, um welches die Forschung sehr bemüht ist.

Im Wissenschaftsjournal  IEEE TVCG (indem aktuelle Forschungsprojekte im Bereich von Computergrafiken und -Visualisierungen präsentiert werden), wurde im April 2016 die Forschung an einem neuartigen Display vorgestellt, welches eine viel tiefere Latenz (im Bereich von Mikrosekunden, anstatt Millisekunden) aufweisen soll als herkömmliche HMDs heutzutage. Ein Demonstrationsvideo  wurde in Zusammenhang mit dem Journal Artikel ebenfalls veröffentlicht.

Wie man an diesem Forschungsbeispiel auch sieht, sind an der Forschung nicht nur Universitäten bzw. dessen Insituten beteiligt (→ University of North Carolina at Chapel Hill), sondern auch Unternehmen die sich mit Virtual Reality auseinandersetzen (NVIDIA → GPU-Hersteller und InnerOptic Technology, Inc → 3D-Visualisierungen).

Gerade was die Forschung im technischen Bereich von Virtual Reality angeht, ist die Beteiligung von Unternehmen sehr gross – nicht zuletzt besitzen die “grossen Namen” der Tech- und Digital-Industrie eigene Abteilungen dafür. Diese Unternehmen sind äusserst bemüht, den technischen Fortschritt voranzutreiben, schlussendlich vor allem aus wirtschaftlicher Sicht.
(→ Differenzierung, Kostensenkung, Absatz, etc.)
Wireless, also kabellose VR-Headsets sowie Augen-Tracking sind wohl zwei der nächsten, wichtigen Schritte in der Entwicklung, welche die Hersteller präsentieren werden.